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2026-06-26 23:59

Wenn ein Unternehmen nicht nur rechtliche und wirtschaftliche Verpflichtungen übernimmt, sondern darüber hinaus auch die Verpflichtung trägt, „langfristige Ziele zu verfolgen, die der Gesellschaft zugutekommen“, sprechen wir davon, dass das Unternehmen gesellschaftlich verantwortlich ist.

 

Soziale Verantwortung umfasst den betrieblichen Umweltschutz, sichere Produktion, soziale Ethik und das öffentliche Interesse und setzt sich zusammen aus wirtschaftlicher Verantwortung, Verantwortung für nachhaltige Entwicklung, gesetzlicher Verantwortung sowie moralischer Verantwortung. Dies bezieht sich nicht nur auf die Unternehmensverantwortung, sondern auch auf weitere gesellschaftliche Verantwortungen.

 

Soziale Verantwortung ist die Verantwortung der Individuen gegenüber der Gesellschaft insgesamt, die im Sozialrecht und im Wirtschaftsrecht verankert ist. Sie stellt ein zweigleisiges System dar, das sich aus Rollenpflichten und rechtlichen Verantwortlichkeiten zusammensetzt. Die Verantwortlichkeiten lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Die erste umfasst jene Pflichten, die im Rahmen der jeweiligen Aufgaben zu erfüllen sind, etwa Dienstpflichten, Sorgfaltspflichten sowie nachgeordnete Verantwortlichkeiten. Diese Form der Verantwortung ist im Wesentlichen eine sogenannte Rollenpflichtverantwortung oder Erwartungsverantwortung. Die zweite besteht darin, aufgrund einer mangelhaften Erfüllung (Nichterfüllung der Rollenpflichten) oder der Nichterfüllung von Förderpflichten bestimmte nachteilige Folgen zu tragen oder verbindliche Leistungen zu erbringen – also vergangene Haftungen, etwa Vertragsverletzungshaftung, Delikts‑ oder Schadensersatzhaftung usw.

 

Soziale Verantwortung lässt sich in „positive Verantwortung“ und „negative Verantwortung“ unterteilen. Die positive Verantwortung wird auch als erwartete soziale Verantwortung bezeichnet; sie verpflichtet Individuen, aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um gesellschaftliche Folgen – im Sinne einer nicht näher definierten Mehrheit – zu fördern oder die Entstehung nachteiliger Ergebnisse zu verhindern. Die negative Verantwortung, auch als vergangene oder rechtliche Verantwortung bezeichnet, verlangt lediglich eine Abhilfe, wenn die Handlungen eines Individuums schädliche Konsequenzen für die Gesellschaft nach sich ziehen.

 

Die im China‑Bericht 2011 zur gesellschaftlichen Verantwortung der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften vorgeschlagene gesellschaftliche Verantwortung bezeichnet die Bewertung des Entwicklungsstands der unternehmerischen gesellschaftlichen Verantwortung anhand von vier Aspekten: Verantwortungsmanagement, Markverantwortung, soziale Verantwortung und Umweltverantwortung.

 

Der Indikator für das Verantwortungsmanagement bezieht sich auf den von einem Unternehmen erarbeiteten Plan zur Entwicklung der gesellschaftlichen Verantwortung sowie auf dessen System und Maßnahmen zur Bekämpfung kommerzieller Bestechung.

 

Die Markverantwortung umfasst Kennzahlen wie das Wachstum, die Rentabilität und die Produktqualifizierungsquote eines Unternehmens.

 

Soziale Verantwortung umfasst die Gewährleistung sozialer Sicherheit, Schulungen zu Sicherheit und Gesundheit sowie die Bewertung der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf das Unternehmen.

 

Umweltverantwortung umfasst das Umweltmanagement des Unternehmens sowie Kennzahlen zur Energieeinsparung und Emissionsminderung.

 

Doch in Wirklichkeit ist diese Aussage nicht vollkommen. In Li Youhuan, Wen Zhifangs Übersetzung von „Interpretation der internationalen Norm ISO 26000“ wird deutlich, dass am 1. November 2010 das Internationale Konferenzzentrum Genf in der Schweiz mit dem Thema „Verantwortung teilen, nachhaltige Entwicklung erreichen“ der Weltöffentlichkeit die Botschaft übermittelte: Die offizielle Veröffentlichung der ISO‑Norm 26000 „Leitlinien und Standards zur gesellschaftlichen Verantwortung“ hat die bestehenden Verwirrungen hinsichtlich gesellschaftlicher Verantwortung in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie in zahlreichen Bereichen weltweit gelöst.

 

Allgemein wird angenommen, dass gesellschaftliche Verantwortung im weitesten Sinne die Übernahme von Verantwortung bedeutet. Unternehmen sollten wirtschaftliche, rechtliche und moralische Verantwortung übernehmen; diese Verantwortungen bilden jedoch nur einen Teil der in ISO 26000 beschriebenen Verantwortlichkeiten.